Von Flug bis zum Quartier
Reise Shop

Safari

Schon kleine Jungs träumen davon, Löwen und Elefanten in freier Wildbahn zu beobachten. Dieser Kindertraum lässt sich heute problemlos erfüllen, denn viele Reiseveranstalter bieten Safari-Reisen nach Afrika an.

Die Safari im Wandel der Zeit

Das Wort Safari stammt ursprünglich aus dem Arabischen und bedeutet nichts anderes als Reise. In der Swahili-Sprache steht das Wort Safari für eine „Reise jeglicher Art“. Mit der Kolonialzeit hielt das Wort dann auch Einzug in unsere Sprache. Die Kolonialherren verbanden mit einer Safari aber meist eine Jagdreise, die auf den ostafrikanischen Raum beschränkt war. Im Laufe der Zeit breitete sich der Begriff dann auch auf andere Teile der Welt, wie zum Beispiel Westafrika und Indien aus. Vor Jahren waren Safaris nur der wohlhabenden Bevölkerung vorbehalten, weil nur sie sich die Kosten für eine teure Jagdausrüstung leisten konnten. Auch für die Helfer und Träger benötigte man viel Geld. Bekannte Großwildjäger waren der amerikanische Präsident Theodor Roosevelt und der britische König Georg VI. Heute hat der Begriff Safari eine ganze andere Bedeutung. Die Jagd ist hierbei völlig in den Hintergrund getreten. Safari umschreibt heute den allgemeinen Tourismus in den Nationalparks mit Tieren in freier Wildbahn. Es gibt zum Beispiel Erkundungssafaris, Fotosafaris, Flugsafaris oder Bootssafaris. Teure und schwere Jagdausrüstungen und Träger werden nur noch selten benötigt. Das macht eine Safari für viele Reisende erschwinglich. Immer mehr Touristikunternehmen bieten geführte Reisen in die Nationalparks an. Überall in den Parks entstehen Lodges und Gästehäuser.

Big Five

Das Beobachten und Fotografieren von Tieren steht bei den heutigen Safaris im Vordergrund. Doch nicht in jedem Wildpark ist das Angebot an Tieren gleich. Welche Tiere in einem Wildpark leben, hängt von den örtlichen Bedingungen ab. Reisende möchte bei einer Safari-Tour so viele Tiere wie möglich beobachten können. Daher fällt in Zusammenhang mit einer Safari auch häufig der Begriff „Big Five“. Dabei handelt es sich um die fünf Tiere, die bei einer Safari die größte Rolle spielen. Zu den „Big Five“ gehören Leopard, Elefant, Löwe, Nashorn und Kaffernbüffel.

Die traditionelle Safari

Der größte Teil der Safariurlauber nimmt an einer Reise teil, um Tiere zu beobachten oder zu fotografieren. Daneben wird immer noch die klassische Safari in Form einer Großwildjagd angeboten. Wer sich für diese Form der Safari entscheidet, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Eine Jagd-Safari wird oftmals aus ethischen Gründen kritisiert. Andere sehen in dieser Großwildjagd einen Beitrag zum Artenschutz. Farmer in klimatisch problematischen Gegenden, die mit der Landwirtschaft keinen Gewinn mehr erzielen, spezialisieren sich zunehmend auf Artenschutz. Entsteht ein Überhang an Tieren, dürfen diese gegen horrende Geldleistungen von Prestige-Jägern erlegt werden. Selbst Ökologen sehen darin eine sinnvolle Lösung. Durch den Artenschutz werden die Tiere auch vor Wilderern geschützt. Gerade diese haben zur Ausrottung der Tierarten erheblich beigetragen. Dass sich diese Art der Nutzung auf Dauer bewährt, zeigt der Wiederaufbau der Bestände des Breitmaulnashorns in Namibia und Südafrika.

Die Fotosafari

Eine Fotosafari ist der Garant für faszinierende und einzigartige Tier- und Landschaftsmotive. Die Übernachtungsmöglichkeiten liegen meist bei einem Wasserloch. Hier kommen viele Tiere zum Trinken vorbei, und die Hobbyfotografen können die Tiere aus nächster Nähe ablichten. Die Fototouren finden zu verschiedenen Tageszeiten statt. Daher können die Tiere und Landschaften in verschiedenen Lichtverhältnissen fotografiert werden. Besonders beliebte Motive sind auch Sonnenaufgänge und -untergänge. Reisende finden schnell Gefallen daran, besonders seltene Tiere aufzuspüren. Erfahrene Führer wissen genau, wann und wo die Tierarten anzutreffen sind. Teilnehmer können aus dem sicheren Fahrzeug heraus fotografieren. Manche Führer bringen Touristen auch zu Orten, von denen die Tiere besonders gut zu beobachten sind.

Die Flugsafari

Man kann Afrika auf ganz verschiedene Weise entdecken. Sehr beliebt sind Flugsafaris. Dabei beobachten Teilnehmer aus der Luft die wilden Tiere in den Nationalparks. Am einfachsten ist eine Flugsafari mit dem Flugzeug. In vielen Ländern Afrikas kann man eine Flugsafari auch mit einem Heißluftballon erleben. Erfahrene Piloten überfliegen gezielt Orte mit regem Wildwechsel. Der Ausblick ist spektakulär und manchmal kann man auch große Herden sehen. Eine Flugsafari im Ballon ist ein kurzweiliges Erlebnis und wird meist als Reisebaustein innerhalb einer Safari angeboten. Eine Flugsafari mit dem Flugzeug kann auch mehrere Tage dauern und über mehrere Länder führen.

Die Safari vom Wasser aus

Afrika hat viele Gewässer, die sich für eine Bootssafari eignen. Es gibt zwei Arten von Bootssafaris. Wer es bequem mag, sollte ein motobetriebenes Boot wählen. Das hat den Vorteil, dass man in relativ kurzer Zeit auch weite Strecken zurücklegen kann. Eine Bootssafari in einem Kanu ist ein echtes Erlebnis für Naturliebhaber. Geräusche in der Umgebung kann man ganz intensiv wahrnehmen, und auch die Tiere fühlen sich nicht durch Motorgeräusche belästigt. Die Tiere sehen jede Art von Booten nicht als Bedrohung an. Dadurch kann man auch in Ufernähe die Tiere hautnah beobachten. Hier warten zum Beispiel Flusspferde oder Krokodile. Auch seltene Vogelarten sind am Flussufer zu finden. Wer mit dem Kanu auf Entdeckungstour gehen will, findet zum Beispiel am Malawisee und am Zambesi ausgezeichnete Bedingungen vor. Bei Bootssafaris wird meist in Camps oder Lodges übernachtet.

Klassische Safari-Länder

Safariländer haben in ihren Grenzen große Wildparks und Wildschutzgebiete mit einer intakten Tierwelt. Die meisten Safaris finden im östlichen und südlichen Afrika statt. Im östlichen Afrika eignen sich Kenia und Tansania für eine Safari. Beliebte Ziele sind hier die bekannten Nationalparks, wie zum Beispiel der Serengeti-Park. Nach Uganda reisen die meisten Touristen, um die letzten Berggorillas im Bwindi Impenetrable National Park zu beobachten. Ein einzigartiges Reiseland für eine Safari ist auch Südafrika. Hier kann man die „Big Five“ vor die Linse bekommen. Auch Botswana lockt mit einer vielfältigen Tierwelt. Sehr bekannt ist der Krüger Nationalpark. Ein weiteres beliebtes Safari-Reiseziel ist Namibia. Hier warten die Etosha-Pfanne und der Etosha-Nationalpark auf Safarireisende.

Safaris für Alle!

Wer eine Safari unternehmen will, sollte gesundheitlich fit sein. In der Regel eignet sich eine Safari für alle Reisenden. Selbst Kinder und Menschen mit Gehbehinderungen können heute problemlos an Safaris teilnehmen. In Namibia und Südafrika gibt es eine ganze Reihe kinderfreundliche Lodges, die Erkundungstouren speziell für Familien anbieten. Zudem gibt es zahlreiche Safariangebote für Reisende mit Rollstuhl. Die Safari-Jeeps sind mit entsprechenden Auffahrrampen ausgestattet. Auch die Lodges sind auf Rollstuhlfahrer eingerichtet.