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Mit dem Auto in den Urlaub

Das Auto ist trotz steigender Preise an der Tanksäule immer noch das liebste Fortbewegungsmittel. Schließlich bringt es einige Vorteile mit sich, wenn Sie sich mit dem Auto in den Urlaub bewegen. Sie sollten aber auch einiges beachten und wissen, damit aus dem erholsamen Urlaub mit dem Pkw kein Dilemma erwächst.

Wer sich entschließt, mit dem Auto in den Urlaub zu fahren, sollte auf jeden Fall rechtzeitig vor Urlaubsantritt einen Termin in seiner Werkstatt zum Urlaubscheck vereinbaren. Dabei werden elementare Dinge wie Bremsen, Klimaanlage oder Reifen überprüft. Selbst wenn Sie vor dem Urlaub dann noch die Kosten für eine Reparatur übernehmen müssen, ist dies meist günstiger, als wenn Sie im Ausland mit dem Pkw stehen bleiben. Dann wird es aufgrund der Verständigungsprobleme erst recht problematisch und unter Umständen sogar noch teurer als in Deutschland. Der Urlaubscheck ist ein unbedingtes Muss für alle Pkw-Urlauber.

Wissen Sie eigentlich, was Sie tanken? Sie meinen, Super, Diesel oder Benzin? Diese Information wird Ihnen in vielen Ländern Europas nichts nutzen, wenn beispielsweise auf der Zapfsäule in Dänemark 95 ROZ zu lesen ist. In diesen Fällen hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung des Pkw. ROZ steht für die Abkürzung Researched Oktanzahl und es handelt sich dabei um eine chemische Größe, die Rückschlüsse auf die Klopffestigkeit des Treibstoffs zulässt. Als Laie genügt es jedoch zu wissen, dass es sich bei 91 ROZ um normales Benzin handelt, bei 95 ROZ um Super und bei 98 ROZ um Super Plus. Mit dieser Information kommen Sie an jeder Tankstelle weiter. im Zweifel hilft der Tankwart.

Eine jede Urlaubsreise beginnt mit der Planung der Urlaubsstrecke. Selbst dann, wenn Sie ein Navigationssystem haben, sollten Sie in groben Zügen wissen, wohin Sie fahren müssen. Denn gerade für das Ausland haben viele Autofahrer veraltetes Kartenmaterial. Umwege sind die Folge, oder Sie landen sogar im Nichts, weil irgendwo eine Straße abgerissen wurde. Dann ist es schwer, auf den richtigen Weg zurückzufinden. Schaffen Sie sich also entweder neues Kartenmaterial für das Navigationssystem an, oder greifen Sie auf die kostengünstige Variante des Faltplans zurück. Den können Sie vom Umland ebenfalls an jeder Tankstelle erwerben. Legen Sie sich vielleicht auch die eine oder andere Alternativstrecke zurecht. Gut ist es, wenn Sie vorher wissen, wo die Verkehrsknotenpunkte auf ihrer Strecke liegen. Sie können versuchen, diese Engstellen von vornherein zu umfahren oder sich zumindest mental auf eine Verzögerung einstellen. Klassische Beispiele dafür sind die Tunnel und Pässe, die es in Europa zu durchfahren und zu überfahren gilt.

Gut ist es auch, wenn Sie in der Gestaltung Ihrer Reisezeit frei sind. Denn es gibt einfach immer Zeiten, zu denen sehr viel los ist auf den Autobahnen in Deutschland und in anderen Ländern Europas. Wenn beispielsweise Ferienbeginn ist oder ein verlängertes Wochenende ansteht, dann kommt es in schöner Regelmäßigkeit zu Staumeldungen. Schön, wenn Sie diese nur im Radio hören und nicht miterleben müssen. Das gelingt in jedem Fall, wenn Sie nicht zu Ferienbeginn am Samstag in den Urlaub starten, sondern vielleicht schon am Freitag oder erst am Sonntag losfahren. So können Sie sich manchen Ärger ersparen, denn Stau ist sowohl für die Insassen als auch für das Auto eine Belastung.

Reisen Sie allein, dann planen Sie ausreichende Pausen ein. Auch wenn Sie das Gefühl haben, durchbrausen zu können, sollten Sie dies auf keinen Fall tun. Alle zwei Stunden ist eine Pause von 15 bis 30 Minuten empfehlenswert, in denen Sie sich bestenfalls an der frischen Luft ein wenig bewegen. So kommen Sie wieder auf Touren und sorgen auch dafür, ohne Rückenschmerzen am Ziel anzukommen. Wenn Sie mit mehreren Erwachsenen reisen, die im Besitz einer Fahrerlaubnis sind, dann sollten Sie sich am Lenkrad abwechseln. Es ist sinnvoll, alle ein bis zwei Stunden den Fahrer zu wechseln.

Viele Reisende nehmen neben dem Gepäck auch Nahrungsmittel mit auf die Reise. Das hat sich beispielsweise bei Fahrten in Richtung Skandinavien bewährt. Egal, wie viel oder wenig Gepäck Sie auch dabei haben, wichtig ist es, dass das Gepäck gut gesichert ist. Denn in einer Unfallsituation droht durch ungesichertes Gepäck eine zusätzliche Gefahr. Zu hoch gestapelte Taschen können zu Wurfgeschossen werden und die Insassen bei einer Vollbremsung oder einem Auffahrunfall schwerwiegend verletzen. Um solche eine Situation zu vermeiden, sollten grundsätzlich alle schweren Gegenstände als erstes im Gepäckraum verstaut werden. Es folgen kleinere Taschen und Gegenstände, mit denen Lücken geschlossen werden können. Auch in einem Kombi sollte dabei nicht über die Höhe der Rückbanklehne gepackt werden, es sei denn, Sie haben ein Absperrnetz zwischen Kofferraum und Fahrerraum.

Wenn der Kofferraum nicht ausreicht, haben Sie immer noch die Option, auf einen Dachgepäckträger zurückzugreifen. In verschiedenen Größen erhältlich, bietet er zusätzlichen Stauraum auf dem Dach des Pkw. Wer keinen Dachgepäckträger besitzt, kann sich ein Exemplar leihen, zum Beispiel im Freundeskreis oder in einem Autohaus. Auf dem Dachgepäckträger können auch Sportgeräte wie die Skier oder das Snowboard transportiert werden. Spezielle Vorrichtungen gibt es für Fahrräder oder Surfbretter, die auch auf dem Dach montiert werden können.

Für die eigentliche Fahrt im Pkw in den Urlaub sollten Sie je nach geplanter Dauer auch an Proviant denken. Vor allen Dingen Getränke sollten mit an Bord sein. Denn wenn es in der Sommerhitze zu einem Stau kommt, dann ist ein Schluck Wasser eine gelungene Abwechslung und schützt Sie und die übrigen Insassen vor einer Überhitzung. Das gilt natürlich erst recht, wenn Kinder oder Tiere mitfahren. In diesen Fällen müssen Sie auch Snacks und Futter mit an Bord haben. Wenn Sie allein oder mit anderen Erwachsenen reisen, dann ist dies nur eine Option, um nicht an den Raststätten speisen zu müssen. Denn Sie gelten sowohl im Hinblick auf Preis als auch Qualität häufig als Reinfall. Sollten Sie auf dem Weg in den Winterurlaub sein, dann packen Sie auch noch einige Decken ein. Wenn Sie in Eis und Schnee und bei Minus-Temperaturen im Stau stecken, dann sollten Sie eine Möglichkeit haben, sich zu wärmen, ohne die Standheizung des Autos laufen zu lassen.

Alle genannten Ratschläge sollen ihnen dabei helfen, gesund und munter am Reiseziel anzukommen, die Zeit dort zu genießen und auch wieder heil zu Hause einzutreffen. Genießen Sie den Urlaub und die Fahrt dorthin!