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Gourmet Reisen

Das neue kulinarische Schwelgen: Gourmet-Reisen für Genießer

Der österreichische Schriftsteller Eduard Von Bauernfeld sagte einst: „Es braucht zu allem ein Entschließen, selbst zum Genießen.“ Fast könnte man meinen, er spricht von Gourmet-Reisen. Denn wer sich dafür entscheidet, der entschließt sich bewusst für den Genuss. Doch was genau sind Gourmet-Reisen? Und welche sind besonders lohnenswert?

Unter dem Begriff versteht man in der Regel mehrtägige Aufenthalte im In- oder Ausland, die dem Genuss von Speis und Trank in Vollendung gewidmet sind. Sie sind eine hervorragende Möglichkeit, den kulinarischen Horizont zu erweitern und völlig neue Geschmacksnuancen kennenzulernen. In den Reisen enthalten sind An- und Abreise, Kost und Logis sowie diverse Programmpunkte zu kulinarischen Attraktionen.

Neben der Weiterbildung in Sachen regionaler Verköstigung bilden Kunst, Kultur, Wellness oder Sport das Rahmenprogramm einer Gourmet-Reise. Wie die Reise sich im Einzelnen aufbaut, bleibt jedem selbst überlassen. Es gibt genügend Angebote, die unterschiedliche Programmpunkte enthalten. Die Planung einer solchen Reise kann man entweder in Eigenregie übernehmen oder spezialisierten Reiseexperten überlassen. Letztere kennen viele Geheimtipps und können den Urlaubern ein Individualangebot erstellen. Zudem ist es wesentlich komfortabler, die Reise planen zu lassen, als sich selbst mit der zumeist unbekannten Destination auseinanderzusetzen. Bei der Wahl des Reiseziels haben Urlauber die Qual der Wahl, denn es gibt zahlreiche bezaubernde Plätze auf der Welt, die für eine Gourmet-Reise infrage kommen. Einige möchten wir an dieser Stelle vorstellen.

Leben wie Gott in Frankreich: Gourmet-Reisen machen es möglich

Es gibt viele Gebiete in der Welt, die sich durch Besonderheiten hervortun und deshalb zu beliebten Zielen für Gourmet-Reisen geworden sind. In Frankreich gehören dazu etwa die Weinanbaugebiete Provence, Bordeaux und Champagne. Alle drei Landstriche sind berühmt für ihren charmanten Lifestyle und sind somit immer wieder eine Reise wert. Bei allen Unterschieden haben diese Reiseziele doch eines gemeinsam: Land und Leute sind ungemein reizvoll.

Provence

Die Provence liegt im Südosten von Frankreich direkt am Mittelmeer und ist für ihre einfache gute Landküche mit natürlichen Zutaten bekannt. Der Wein zeichnet sich durch seine besonderen Aromen aus, denn die Reben gedeihen dank Mittelmeerklima und Mistral beachtlich. In der Provence kann man die Seele baumeln lassen, deshalb eignet sie sich bestens als Reiseziel für vom Alltag geplagte Menschen.

Bordeaux

Allseits bekannt und beliebt für guten Wein ist das Anbaugebiet Bordeaux im Südwesten. Doch Bordeaux ist weit mehr als nur Wein. Es ist auch eine wunderschöne Gegend, in der man die Freundlichkeit der Menschen und die Sehenswürdigkeiten genießen kann. Kulinarischer Höhepunkt ist die bewährte Kombination aus Käse, Trauben, Baguette und – natürlich – Wein. In Bordeaux kann man jedoch auch mondän speisen inklusive Austern, Edelfischen und Pasteten. In der Region gibt es zahlreiche Kleinwinzer, die man im Rahmen einer Gourmet-Reise besuchen kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, Weinseminare zu besuchen und an Verkostungen teilzunehmen. In der gleichnamigen Stadt lassen sich zahlreiche kleine Restaurants entdecken, die nur darauf warten, ihre Gäste zu verwöhnen. Gleichzeitig bietet die Universitätsstadt viele pittoreske Ecken, wie zum Beispiel die Altstadt, die für eine Sightseeingtour wie geschaffen sind.

Champagne

Wer Gefallen an edlen Tropfen hat, der ist in der Region Champagne perfekt aufgehoben. Das Weingebiet ist der „Geburtsort“ des weltberühmten Champagners, für den die High Society mit Freuden Hunderte Euros bezahlt – pro Flasche natürlich. In der Champagne kann man lernen, wie das prickelnde Getränk hergestellt wird und natürlich selbst in den Genuss des Champagnertrinkens kommen. Während man dies tut, empfiehlt sich ein Blick in die Landschaft. Sie wirkt wie Balsam auf die Seele.

„Viva España“ oder „Dolce Vita“?

Auch noch tiefer im Süden können es sich Genießer gut gehen lassen. In Spanien bietet sich die Region Rioja an, im schönen Italien unter anderem die Toskana. Beide Regionen sind Weinanbaugebiete und sind bei Gourmet-Reisenden seit Jahren beliebte Ziele. Und obwohl der Wein beide Landschaften verbindet, so unterscheiden sie sich doch in vielen Details. In puncto Weinanbaugebiete gilt also nicht das Motto „Kennst du eines, kennst du alle.“ Jedes besitzt eigene Charakteristika und birgt für Reisende ganz spezielle Überraschungen.

Spanien – Rioja

Das Weinanbaugebiet Rioja erstreckt sich über die drei Autonomieregionen La Rioja, Navarra und Baskenland. Bei dieser Größe fällt es schwer, sich für einen festen Standort zu entscheiden. Deshalb bietet sich eine mehrtägige Rundreise durch das Weingebiet an. Über 20.000 Winzer sind in dem Gebiet ansässig und produzieren überwiegend Rotwein. Für den europäischen Markt ist Rioja ein wichtiger Lieferant, und es gibt vieles für Weinliebhaber zu entdecken. Ob eine Wanderung durch die Weinberge oder ein Besuch in einer authentischen Winzerei: Hier kann man alles über Wein lernen und gleichzeitig das spanische Flair genießen.

Italien – Toskana

In der Toskana gibt es neben gutem Wein und Leckereien auch ein hervorragendes Sportangebot, um ein paar Kalorien wieder wettzumachen: das Golfen. Die Region in Mittelitalien hat sich zu einem wahren Golfer-Paradies entwickelt. Ermöglicht wurde dies durch die weitläufigen, relativ flachen Landstriche der Toskana. In zahlreichen Golf-Ressorts kann man hier Sport mit süßem Leben verbinden. So kann man nach der sportlichen Herausforderung bei Tisch mit erlesenen Weinen und regionalen Speisen wieder Energie tanken.

Die ganze Welt will kulinarisch entdeckt werden

Die genannten Länder sind nur ein Bruchteil von dem, was Gourmets als Destinationen zur Verfügung steht. In der ganzen Welt und auf allen Kontinenten kann man sich auf Entdeckungsreise nach den leckersten Speisen und Getränken begeben. Was dabei als Gourmetessen verstanden wird, unterliegt dem persönlichen Gusto. Auch die Verkostung von frittierten Heuschrecken und Würmern, die in einigen Teilen des Globus als Delikatessen gelten, kann bei einer Gourmet-Reise gebucht werden. Diese Reiseart kann also durchaus abenteuerlich sein und muss nicht unbedingt in pausenloser Schlemmerei enden. Genuss hat nichts mit Völlerei zu tun.

Aber eines schaffen Gourmet-Reisen immer wieder: Sie führen Urlauber in die kulturellen Unterschiede der Destinationen ein und sorgen dafür, dass Menschen für fremdländische Spezialitäten offen bleiben. Gourmet-Reisen eignen sich sowohl für den romantischen Honeymoon als auch für den Familienurlaub. Sie vereinen wie kaum ein anderes Genre Entspannung, Genuss und Bildung. Darüber hinaus kann man sich diesen „Luxus“ durchaus leisten, denn viele Angebote sind schon günstig zu haben. Vor allem, wenn die Reise nur vier oder fünf Tage dauern soll. Für eine ganzheitliche Tiefenentspannung auf einer Gourmet-Reise kann dieser Zeitraum bereits genügen.