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Sicherheitswarnungen

Wer in den Urlaub starten will, sollte sich auch nach den Reisewarnungen für das jeweilige Land erkundigen. Das gilt insbesondere dann, wenn die politische Lage im Urlaubsland instabil ist oder kriegerische Auseinandersetzungen zu erwarten sind. Generell sollten Touristen Reisewarnungen immer ernst nehmen, wenn sie von öffentlichen Amtsstellen ausgesprochen werden.

Reisewarnungen Deutschland

Reisewarnungen haben von Land zu Land eine andere Grundlage, obwohl sie aber im Prinzip fast immer gleich sind. In Deutschland wird eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt herausgegeben. Liegt eine Reisewarnung vor, spricht die Regierung eine offizielle Empfehlung aus, nicht mehr in das entsprechende Land zu reisen. Unter Umständen werden Landsleute auch dazu aufgefordert, das Land zu verlassen oder den Urlaub abzubrechen. Sollte das der Fall sein, besteht für die deutschen Bürger in diesem Land eine akute Gefahr. Das kann durch verschiedene Hintergründe haben. In Deutschland wirken sich Reisewarnungen nicht nur auf die Bürger, sondern auch auf Reise- und Touristikunternehmen und Fluggesellschaften aus. Sobald eine offizielle Reisewarnung vorliegt, können Urlauber die Reise in das Land, für das die Reisewarnung vorliegt, kostenfrei stornieren.

Reisewarnungen Österreich

Auch in Österreich ist eine Reisewarnung eine offizielle Empfehlung, die vor Reisen in ein bestimmtes Land warnen. Gleichzeitig werden Österreicher, die sich in diesem Land befinden, offiziell dazu aufgefordert, das Land zu verlassen. Gründe für eine Reisewarnung können instabile politische Verhältnisse oder gesellschaftliche Bedrohungen sein. Auch instabile wirtschaftliche Verhältnisse oder Naturkatastrophen können zu einer Reisewarnung führen. In Österreich werden Reisewarnungen vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten herausgegeben. Unter bestimmten Voraussetzungen werden mit einer Reisewarnung zudem österreichische Staatsbürger dazu aufgerufen, das Land zu verlassen oder sich bei der österreichischen Botschaft oder einer anderen österreichischen Vertretung zu melden. Ferner berechtigt eine offizielle Reisewarnung auch zu einer kostenlose Stornierung oder Umbuchung der jeweiligen Reise.

Reisewarnungen Schweiz

In der Schweiz ist das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten für Reisewarnungen zuständig. Die Einrichtung spricht zwar offiziell keine Reisewarnung aus, aber sie führt eine Liste mit Reisehinweisen. Auf dieser Liste mit Reisehinweisen findet man zu jedem Land eine Art grundsätzliche Einschätzung der Sicherheitslage. Auch Hinweise auf regionale Sicherheitsrisiken finden sich darin. Sollte für ein bestimmtes Land die Sicherheitslage als extrem gefährdet angesehen werden, wird in dieser Liste ausdrücklich vor Reisen in das jeweilige Gebiet abgeraten. Auch hier basieren die Sicherheitswarnungen auf gesellschaftlich, politisch oder wirtschaftlich instabile Situationen, Krankheitsausbrüchen oder Naturkatastrophen.

Reisewarnungen können unterschiedliche Hintergründe haben

Eine Reisewarnung ist immer ernst zu nehmen. Allerdings können die Hintergründe einer Reisewarnung völlig unterschiedlich sein. Wer hätte schon gedacht, dass andere Länder eine Reisewarnung für Deutschland aussprechen? Das geschah erst jüngst als der EHEC-Erreger kursierte. Die Ausbreitung von Seuchen oder Infektionskrankheiten kann Behörden veranlassen, eine Reisewarnung auszusprechen. Für Krisengebiete, wie zum Beispiel Somalia, Pakistan oder Afghanistan, bleiben Reisewarnungen über mehrere Jahre bestehen. Auch Naturkatastrophen oder deren Folgen können zu Warnungen für Reisen in das jeweilige Land führen. Jüngstes Beispiel ist die Tsunami- und Atomkatastrophe von Japan. Die Behörden warnen zwar nicht offiziell vor Reisen nach Japan, aber für Reisen in Teilgebiete Japans. Eine offizielle Reisewarnung liegt für Reisen nach Fukushima und Umgebung vor. Diese Warnung wurde von vielen Ländern rund um den Globus herausgegeben und wird auch, aufgrund der atomaren Strahlung, in den nächsten Jahren anhalten.

Eine andere Sicherheitslage nach dem 11. September 2001

Der 11. September 2001hat die Welt verändert. Seither müssen Menschen überall auf der Welt damit rechnen, Opfer eines Terroranschlages zu werden. Hysterie ist hier allerdings fehl am Platze. Wichtig ist ein rationaler Umgang mit der allgemeinen Terrorgefahr. Das Risiko, in einen Terroranschlag verwickelt zu werden, ist vergleichsweise gering. Die Gefahr, im Urlaub plötzlich zu erkranken oder Opfer von Kriminalität zu werden, liegt deutlich höher. Grundsätzlich tun sich offizielle Stellen schwer mit offiziellen Reisewarnungen. Sie wird nur ganz selten ausgesprochen. Grundsätzlich wird vor Reisen abgeraten und zu Achtsamkeit aufgerufen. Ferner ruft man zur Umsicht beim Besuch von sogenannten „weichen Zielen“ auf. Dazu gehören zum Beispiel christliche Sehenswürdigkeiten, Botschaften, Märkte oder große Bus- und Bahn-Stationen. Zusätzlich sollten Reisende an Flughäfen die Augen aufhalten und herrenlose Gepäckstücke unverzüglich melden.

Sicherheitswarnungen für Wüstenländer

Ein Trip in die Wüste gehört für viele Urlauber zum letzten großen Abenteuer. In der Tat ist ein Kameltrecking eine einzigartige Lebenserfahrung, die aber in der heutige Zeit mit einem großen Sicherheitsproblem verbunden ist. Für Libyen, Algerien und Mauretanien besteht beispielsweise eine dauerhafte Sicherheitswarnung. Neben drohenden Terroranschlägen liegt aber eine weitaus höhere Gefahr in den Entführungen von Ausländern. Geheimdienste vieler Länder warnen vor Gruppierungen, die ganz gezielt Ausländer entführen. Generell sollte man auch nicht in abgelegene Wüstengebiete reisen, in denen keine Polizei- oder Militärpräsenz vorhanden ist. Deutsche und österreichische Touristen stehen besonders im Visier der Terroristen, da ihre Truppen am Militäreinsatz in Afghanistan beteiligt sind.

Weltweite Sicherheitswarnungen für terroristische Anschläge

Unabhängig von der Nationalität besteht für Bürger aller Länder eine weltweite Sicherheitswarnung für terroristische Anschläge. Diese Warnungen basiert auf den Erkenntnissen der US-amerikanischen Behörden. Grundsätzlich besteht diese Warnung für amerikanische Einrichtungen im Ausland. Erhöhte Vorsicht ist beim Besuch von amerikanischen Einrichtungen geboten. Auch in der Nähe von amerikanischen Militärstützpunkten sollten Urlauber die Augen aufhalten. Panik oder Hysterie ist aber auch hier unangebracht. Es besteht kein erhöhtes Sicherheitsrisiko, wenn man beispielsweise mit amerikanischen Fluggesellschaften in den Urlaub startet. Die Kontrollen an den Flughäfen sind bei allen Fluglinien und Passagieren gleich groß. Bei Reisen in die USA ist die Gefahr auch nicht höher als anderswo auf der Welt, da die bekannten terroristischen Zellen über den gesamten Globus verteilt sind.

Wo findet man Reisewarnungen

Offizielle Reisewarnungen werden in der Regel durch die Medien verbreitet. Bei extremen oder hochaktuellen Gefahren wird sogar mehrmals täglich in Radio- und Fernsehsendungen auf Gefahren hingewiesen. Hauptverbreitungsquelle ist das Internet. Hier kann man sich bei den zuständigen Stellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz informieren. Wer in Länder mit einer instabilen Sicherheitslage reisen will, sollte sich zunächst bei den Behörden kundig machen. Sollte eine Reisewarnung vorliegen, ist von Reisen unbedingt abzuraten. Reisewarnungen können von heute auf morgen ausgesprochen werden. Daher ist es ratsam, sich zeitnah zu informieren. Liegt eine offizielle Reisewarnung vor, kann die Reise in den meisten Fällen kostenlos storniert oder umgebucht werden.